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Deutsch-Iraner will nicht in Israel spielen Oktober 9, 2007

Filed under: Allgemeines,Antisemitismus,Islam,Israel,Nahostkonflikt,Sport — iceman @ 10:34 am

dajagah.jpgDer deutsch-iranische Fussballspieler Ashkan Dejagah, der im Dienst des VfL Wolfsburg steht, bat den DFB-Trainer Dieter Eilts „aus persönlichen Gründen nicht für das Länderspiel am 12. Oktober 2007 in Israel berücksichtigt zu werden“. Der Zentralrat der Juden ist empört über Dejagahs „privaten Judenboykott“.

Der Focus berichtet:
Der Spieler selbst sagte laut DFB-Pressemitteilung: „Ich bitte um Verständnis, dass diese Gründe sehr persönlicher Natur sind und in meinem engsten familiären Umfeld begründet liegen. Insofern danke ich dem DFB auch sehr für das Vertrauen und die Diskretion.“ Er habe mit dem DFB-Trainer darüber gesprochen, erklärte er. Eilts habe „sofort Verständnis gezeigt“.

Kritik von Zwanziger

Deutliche Kritik kam von DFB-Präsident Theo Zwanziger. „Ich habe die Entscheidung des Trainers respektiert, weil er mir vermitteln konnte, dass der Spieler Gründe angeführt hat, die im privaten Bereich liegen. Meine Grundposition und die des DFB ist jedoch klar: Wir werden nicht hinnehmen, dass ein deutscher Nationalspieler aus Gründen der Weltanschauung seine Teilnahme an einem Länderspiel absagt“, meinte Zwanziger in der DFB-Mitteilung.

Ich frage mich, ob Ashkan Dejagah überhaupt noch für die Deutsche U-21 Fussball-Nationalmannschaft spielen sollte, da er sich ja seiner Nationalität, seiner Herkunft nicht ganz im klaren ist. Entweder er ist Iraner oder er ist Deutscher. Sollte er sich als deutscher Staatsangehöriger und Nationalspieler fühlen, sollte die Politik eines Landes, einer Nation keinen Einfluss auf deren sportliche Aktivitäten haben. Ansonsten sollte Dejagah mit dem Gedanken spielen, der iranischen Fussball-Nationalmannschaft beizutreten, zumal er ja einen iranischen Pass besitzt.

Update! Hier eine Stellungsnahme der CDU Deutschland,
gefunden auf
Presseportal.de

Zu dem Boykott des deutschen U-21-Nationalspielers Ashkan Dejagah
erklärt der Generalsekretär der CDU Deutschlands, Ronald Pofalla:

DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger hat Recht! Es ist nicht
hinnehmbar, dass Spieler aus Gründen der Weltanschauung oder Religion
ein Spiel ihrer Mannschaft boykottieren.

Die deutschen Nationalmannschaften, egal in welcher Sportart, sind
immer auch Repräsentanten unseres Landes. Sie stehen symbolisch für
die freiheitlichen und demokratischen Grundwerte der Bundesrepublik
Deutschland. Wer unser Land repräsentiert, muss sich auch mit diesen
Werten identifizieren. Zu diesen Werten gehört auch die besondere
historische Verantwortung Deutschlands gegenüber Israel.

Wer Deutschland im Nationaldress vertritt, ob gebürtiger Deutscher
oder Zugewanderter, muss sich zu unserer durch Geschichte und Kultur
geprägten Gemeinschaft bekennen. Wer dies aus persönlichen
politischen Gründen nicht will, muss das Trikot der
Nationalmannschaft abgeben.

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